Die Toten Seelen
Die Toten Seelen, 1923 – 1927, 107 Radierungen

Auflage: 368 Exemplare im Druckvermerk nummeriert und signiert

Die Toten Seelen

96 Radierungen und 11 Radierungen für die Vignetten,
1923 - 1927

Die Illustrationen zu Nikolai Gogols Roman (1841/42) "Die Toten Seelen" schuf Chagall im Auftrag von Ambroise Vollard in den Jahren 1923-1927. Nach dem Tod von Vollard (1939) übernahm der Pariser Verleger Tériade (Mitarbeit: Ida Chagall) die Fertigstellung des Werkes.

Auflage:

368 Exemplare auf Velin d'arches mit dem Wasserzeichen Les Ames Mortes im Druckvermerk nummeriert und mit schwarzer Tinte signiert

50 Exemplare nummeriert von 1 bis 50, mit einer Suite der 96 Radierungen auf Japon Nacré

285 Exemplare nummeriert von 51 bis 335

33 Exemplare außer Handel, nummeriert von
I bis XXXIII

Gogol nutzt in seinem Roman die weiten Reisen der Hauptfigur, Pawel Iwanowitsch Tschitschikow, um ein breit angelegtes Panorama der russischen Gesellschaft zu entwerfen. Überspitzt präsentiert er Grundbesitzertypen und Beamte, deren Habgier und Stumpfheit in skurrilen Szenen offensichtlich werden. So wird das feudale System der Leibeigenschaft als abgelebt und längst überholt porträtiert.

Marc Chagall stellt hier Bild und Text einander gegenüber. Er illustriert die Erzählungen bis ins Detail. "Die Toten Seelen, das bedeutete sein eigenes riesenhaftes Reisegepäck Russland", schrieb Franz Meyer, „alles Elend und alle Herrlichkeit, allen Seelenaufschwung und alle Verzweiflung..."



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