Originalgraphik

Originalgraphik

Den Begriff Originalgraphik kannte man schon in der 2. Hälfte 19. Jahrhunderts. Eindeutig definiert wurde er aber erst im 20. Jahrhundert.  Nach W. Koschatzky gibt es mehrere Möglichkeiten der Begriffsbestimmung, z.B.

1. Wenn die Idee für das Kunstwerk sowie die Druckform für die Vervielfältigung auf druckgraphischem Wege (Druckstock, Platte, lithographische Zeichnung) von ein und demselben Künstler stammen und der Künstler auch selbst die in der Anzahl limitierten Blätter druckt und signiert.

2. Wenn die Druckform vom Künstler selbst hergestellt wird, der Auflagendruck dagegen von einem professionellen Drucker, wobei der Künstler den Druck überwacht und die Anzahl der Blätter limitiert.


Vom Comité National de la Gravure Française wurden 1964 die Kriterien für die Originalgraphik wie folgt definiert:

"Als originalgraphische Radierungen, Stiche und Lithographien sind solche anzusehen, deren Abzüge in Schwarz oder farbig von einer oder mehreren Platten zur Gänze von der Hand eines und desselben Künstlers geschaffen und ausgeführt wurden ... unter Ausschluß aller mechanischen oder photomechanischen Verfahren."

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